"Hinter Schloss und Riegel" - Die etwas andere Schlösserführung:
750 Jahre feinste Mechanik
Am 13.05.2024 nahmen einige Mitglieder der Innung an der Sonderführung "Hinter Schloss und Riegel" im „Dom zu Meißen“ teil.
Der Dom selbst wurde bereits im 13. Jahrhundert im Stil der hochgotischen Baukunst errichtet und besticht durch den in unserer Region sehr typischen Sandsteinbau. Die Patina, welche der Sandstein über die Jahrhunderte bildet, verleiht dem Bauwerk durch ihre dunkle Schwere eine mystische und zugleich monumentale Ausstrahlung. Überreste der verschiedenen Vorgängerbauten befinden sich unterhalb des heutigen Doms, die erste Burgkapelle aus Holz entstand im Jahr 968 n. Chr.
Der Rundgang startete in der rechteckigen Allerheiligenkapelle, welche durch schlichte Eleganz besticht, und führte über das historische Gewölbe des Dom-Museums über den Keller und weitere Räumlichkeiten bis hin zur Schatzkammer, welche sonst der Öffentlichkeit verborgen bleibt. In dem teilweise interaktiven Museum des Doms erhielten die Besucher in fünf mittelalterlichen Räumen interessante Einblicke in die über 1000-jährige Geschichte dieses religiösen Bauwerkes.
Das so genannte Lapidarium beherbergt zudem feinste Steinmetzkunst in Form von Wasserspeiern, Skulpturen und Kapitellen, welche die Besucher zum Staunen brachten.
Zur Sicherung von religiösen und weltlichen Kostbarkeiten wie Reliquien, Büchern, Dokumenten, Gewändern und des damaligen Domschatzes wurden die Türen des Doms seit jeher mit den verschiedensten Schlössern geschützt.
Während unserer Sonderführung ließ es sich die Domführerin nicht nehmen, die unterschiedlichsten detaillierten Schließmechanismen zu demonstrieren und deren Funktionsweisen zu erläutern. Diese vorgestellten Hochleistungen der mittelalterlichen Schmiedekunst sorgte für großes Interesse und Verblüffung.
Fotos: MIOET




